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Strafbefehl

Ein Strafbefehl stellt eine Art „Urteil light“ dar.

Er hat die gleiche Wirkung wie ein Urteil, ergeht jedoch ohne eine mündliche Gerichtsverhandlung. Wer einen Strafbefehl erhält, hat zwei Wochen Zeit dagegen vorzugehen. Nach Ablauf dieser zwei Wochen ist der Strafbefehl rechtskräftig und man kann nichts mehr dagegen machen.
Ein Strafbefehl ergeht in einfachen Angelegenheiten, die eine mündliche Verhandlung nicht erfordern.

Entsprechend heißt es im Gesetz:
„Die Staatsanwaltschaft stellt diesen Antrag, wenn sie nach dem Ergebnis der Ermittlungen eine Hauptverhandlung nicht für erforderlich erachtet.“ (§ 407 Abs. 1 StPO).

In einem Strafbefehl dürfen nur geringe Strafen festgesetzt werden, insbesondere Geldstrafen. Wenn jedoch der Beschuldigte einen Verteidiger hat (oder einen Pflichtverteidiger beigeordnet bekommt), kann auch eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr im Strafbefehl festgesetzt werden.

 

 

Im Zusammenhang mit dem Strafbefehl
stellen sich in der Regel zwei Fragen:

1. Wie kann ich mich gegen den Strafbefehl wehren?

Das Wichtigste: Innerhalb von 14 Tagen muss Einspruch eingelegt werden. Wenn Sie einen Strafbefehl erhalten haben, gegen den Sie (vielleicht) vorgehen wollen, sollten Sie unverzüglich einen Termin mit uns vereinbaren, damit rechtzeitig Einspruch eingelegt werden kann. Später kann der Einspruch noch geändert werden, aber wichtig ist, dass der Einspruch zunächst überhaupt rechtzeitig eingelegt wird.

Mit dem Einspruch kann gegen den Strafbefehl insgesamt vorgegangen werden, wenn die mit ihm verbundene Verurteilung falsch ist (falscher Sachverhalt, falsche Würdigung). Hier kommt es auf die Besonderheiten Ihres persönlichen Falles an.

Der Einspruch kann auch beschränkt werden auf die Höhe der Tagessätze. In der Regel wird das Einkommen des Betroffenen vom Gericht geschätzt. Dabei liegen die Gerichte in aller Regel falsch. Hier kann mit einem entsprechenden Antrag die Höhe der Geldstrafe reduziert werden.

2. Ist es sinnvoll, mein Verfahren durch einen Strafbefehl abzuschließen?

Das klingt widersinnig, ist aber häufig äußerst sinnvoll: Der Beschuldigte eines Strafverfahrens sieht sich zunächst mit polizeilichen Ermittlungen konfrontiert. Zu Beginn kann oft noch nicht abgesehen werden, wie die Sache sich entwickelt – ob also das Verfahren auf kleiner Flamme läuft oder ein größerer Prozess angesagt ist. Und da heißt es ganz klar: Lieber ein Strafbefehl ohne viel Aufsehen, als ein „richtiges Hauptverfahren“ mit Gerichtstermin, Staatsanwalt, Presse, etc.

In derartigen Fällen prüfen wir, ob die Staatsanwaltschaft von den Vorteilen eines Strafbefehls überzeugt werden kann und die Sache sich damit leise und kostengünstig klären lässt.

Wie sich aus dem Gesetz ergibt, kommt ein Strafbefehl vor allen Dingen dann in Betracht, wenn die Staatsanwaltschaft eine Hauptverhandlung nicht für erforderlich hält. Das ist der Fall, wenn sich über die Ermittlungsergebnisse hinaus keine besonderen Erkenntnisgewinne aus einer Hauptverhandlung erzielen lassen.

In derartigen Fällen gilt es also, die Staatsanwaltschaft davon zu überzeugen, dass eine Hauptverhandlung keine weitergehenden Erkenntnisse bringt und daher ein Strafbefehl sinnvoll ist. Haben Sie einen Strafbefehl erhalten? Dann kontaktieren Sie uns möglichst schnell per Telefon oder Mail – Ihre E-Mail wird garantiert innerhalb von 12 Stunden beantwortet.

 

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